Finanzielle Situation

Finanzen Kallern

Rechnungsabschluss 2020

Erneut grüne Zahlen - trotz angespannter finanzieller Lage

Die Rechnung 2020 schliesst mit einem positiven Ergebnis von CHF 220‘326 (Ertragsüberschuss EWG ohne Spezialfinanzierungen) ab. Dieser Mehrertrag wird dem Eigenkapital gutgeschrieben. Die Gründe für das viel bessere Ergebnis, als im Budget 2020 prognostiziert, entnehmen Sie den folgenden Erläuterungen. Budgetiert wurde mit einer Einwohnerzahl von 390 – per 31.12.2020 waren deren 399 gemeldet.

Ergebnis inkl. Spezialfinanzierungen

Der betriebliche Aufwand der Rechnung 2020 beträgt CHF 1‘570‘361 (Budget: CHF 1‘842‘850). Der betriebliche Ertrag beträgt CHF 1‘755‘583 (Budget: CHF 1‘744‘680). Das positive Ergebnis von CHF 220‘326 fiel viel besser aus als budgetiert. Durch den Verkauf des TLF und der Brandschutzkleider konnten CHF 28‘880 eingenommen werden. Der Wegfall eines Sozialhilfefalles bewirkte Minderkosten von rund CHF 55'000. Auch beim Liegenschaften- und Strassenunterhalt musste weniger investiert werden als budgetiert war. Die vorangeschlagenen Kosten bei der Gesundheitsversorgung wurden nicht beansprucht und bei den Steuern wurden CHF 36'000 weniger eingenommen als prognostiziert war.

Finanzen und Steuern

Die Ertragsabweichung zum Budget belief sich auf CHF - 35‘864 (zum Vorjahr: Minderertrag CHF 38‘802). Der Steuerfuss lag gleichbleibend bei 107%. Die Netto-Gemeindesteuererträge beliefen sich auf CHF 1‘166‘315 (Budget: CHF 1‘216‘800 / Vorjahr: CHF 1‘193‘143, -2.25%). Massgeblich zum guten Abschluss hat die Entnahme aus der Aufwertungsreserve von CHF 64‘631 beigetragen. Die Gemeinde Kallern erhielt im 2020 einen Finanzausgleich (inkl. Feinausgleich) von CHF 103‘000 (Budget: CHF 102‘500 / Vorjahr: CHF 111‘100).

 

Selbstfinanzierungsbetriebe (Wasser, Abwasser, Kehricht)

SF-Betriebe Kallern

  • Wasserwerk
    Das Wasserwerk kostete rund CHF 96‘669 (Budget: CHF 115‘700 / Vorjahr: CHF 128‘941). Ausschlaggebend für diesen tieferen Aufwand - gegenüber dem Vorjahr - war v.a. der Wasserankauf von CHF 49‘621 (Budget: CHF 52‘000, Vorjahr 76‘026), wobei es sich bei der Differenz hauptsächlich um eine Änderung bei der Verbuchung handelte (neu wird der Aufwand periodengerecht erfasst). Zudem waren die Unterhaltskosten tiefer als im Vorjahr (weniger Leitungsrohrbrüche und kein Hydrantenersatz notwendig). Der Wasserverkauf entsprach mit CHF 89‘889 ungefähr dem Budget (CHF 93‘000) und dem Vorjahr (CHF 85’330). Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital Wasserversorgung gutgeschrieben und für zukünftige Investitionen genutzt.
  • Abwasserbeseitigung
    Die Kosten der Abwasserbeseitigung beliefen sich auf CHF 68‘487 (Budget: 78‘950 / Vorjahr: CHF 67‘570). Das tiefere Defizit resultierte u.a. daraus, dass weniger Unterhalt an den Abwasserleitungen angefallen war. Der Betriebsbeitrag an die Chlostermatte war etwas höher als erwartet. Im Gegenzug war der Betriebsbeitrag an die ARA im Bletter etwas tiefer. Der Aufwandüberschuss von CHF 11‘999 wird mit dem vorhandenen Kapital der Abwasserbeseitigung verrechnet.
  • Abfallbeseitigung
    Die Abfallwirtschaft kostete CHF 36‘981, dies ist rund CHF 2‘939 mehr als im Vorjahr. Die Erträge lagen mit CHF 48‘917 rund 10% über dem Budget / Vorjahr. Auch die Abfallwirtschaft muss mit den Einnahmen ausgeglichen werden können. Der Ertragsüberschuss von CHF 11‘937 wird dem Eigenkapital der Abfallwirtschaft gutgeschrieben.